Die Open-Space-Methode  
     
 

Alles ist möglich - das Richtige geschieht

Open Space steht für Offenheit. Die Methode bewährt sich zur Bearbeitung brennender, vielschichtiger Themen. Sie erlaubt die Bearbeitung eines Themas durch Gruppen von ca 40 bis 500 Personen mit unterschiedlichstem Hintergrund. Voraussetzung: Das Ergebnis darf nicht vorbestimmt sein und der Veranstalter muss das Risiko tragen, dass Neues und Innovatives entsteht.

Workshops und Arbeitstagungen laufen üblicherweise in festen Strukturen ab, in einem Korsett aus fest vorgegebenen Zeitplänen, Themen und Zielen, geleitet von einer führungsstarken Moderation, welche das Ergebnis oftmals bereits vorwegnehmen könnte und zumindest eine Auswahl möglicher Entscheide im Vorfeld erarbeitet hat.

Open Space dagegen ist ungewohnt offen. Die Methode kombiniert die Spontaneität und Lockerheit von Kaffeepausen mit der Effizienz hochmotivierter Betroffener, die ihre brennendsten Anliegen zur Sprache bringen. Das fängt schon damit an, dass es keine eigentliche Moderation gibt. Die "Begleitung" eröffnet, erläutert das Verfahren und schliesst am Ende die Zusammenkunft. Sie ist ansonsten zwar präsent aber sozusagen unsichtbar. Insbesondere: Sie greift nicht ein.

Die Anwesenden entscheiden
Das bedeutet: Die Anwesenden entscheiden zu Beginn und fortlaufend selbst, woran im Rahmen des Anlasses bzw. des Rahmenthemas gearbeitet wird. Es gibt keine von aussen vorgegebene, thematische Ordnung. Die Anwesenden nennen und entwickeln die Themen selbst. Gearbeitet wird (überwiegend) in Arbeitsgruppen. Grösse, Zusammensetzung, Arbeitsweise und Dauer bestimmen die Teilnehmenden selbst. Die Teilnehmenden selbst entfalten, entscheiden, priorisieren und konkretisieren.

Arbeitsergebnisse, Vorschläge und Absprachen aus den Arbeitsgruppen werden laufend protokolliert und sofort allen anderen zur Verfügung gestellt. Aus den Arbeitsergebnissen entsteht zugleich laufend die Dokumentation, die alle vor Schluss des Ereignisses erhalten.

Minimum an Spielregeln
Open Space begnügt sich mit wenigen Spielregeln, die nicht einengend, sondern befreiend sind. Sie entspringen Beobachtungen aus dem inoffiziellen Ablauf grosser Versammlungen in unterschiedlichsten Kulturen. Sie geschehen von selbst in selbst-organisierten Prozessen, wenn sie in Freiheit ablaufen.

Die Open-Space-Methode wurde ab 1985 von Harrison Owen in den USA entwickelt

(Quelle: Catherine Pfähler Senn, www.open-space-konferenz.ch)